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Kobinet-News

Berliner Spontis - Rück- und Ausblick

Der Berliner Spontanzusammenschluss "Mobilität für Behinderte" hat Geburtstag gefeiert. Zur Fete in der Prinzenallee 58 kamen auch Martin Marquard, Michael Eggert und Denise, Martin Theben und andere frühere Aktivisten sowie aus dem Abgeordnetenhaus die behindertenpolitische Sprecherin Birgit Monteiro. Im Infobrief der "Spontis", die kein eingetragener Verein sind und ohne gewählten Vorstand seit 27 Jahren "funktionieren" äußerte Bärbel Reichelt Gedanken über Rück- und Ausblick dieser Initiative. Einige Passagen daraus dokumentiert kobinet heute. Busblockade 1987

Hungern für einen Gesamtplan

"Ich sehe mich leider gezwungen, in Kürze einen Hungerstreik zu beginnen", schreibt Wolfgang Prinz, der nach einer Operation in einem Altenheim in Tübingen leben muss in einem Offenen Brief an die Bezirksräte des Bezirks Schwabens. Ausrufezeichen

Bezahlbarer und barrierefreier Wohnraum gefordert

Wohnen ist für den Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen ein soziales Grundrecht. Deshalb fordert der Verband bezahlbaren und barrierefreien Wohnraum - auch auf dem Land. Logo des VdK Nordrhein-Westfalen

Ansturm auf Fernbusse

Die Fernlinienbusse in Deutschland boomen. Für 2014 rechnet der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (BDO) mit neun Millionen Fahrgästen. Bis zum Jahr 2020 sollen es rund 30 Millionen sein.Darunter werden nach Ansicht des Bundesverbandes Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) auch viele behinderte Menschen sein, die die Fernbusse nutzen. Logo des BSK

Streubomben Monitor 2014

Syrien war 2012 und 2013 das einzige Land weltweit, von dem ein Streubombeneinsatz bekannt wurde. 2014 kamen noch bisher ungeklärte Einsätze in der Ukraine und im Süd-Sudan dazu. Dies berichtet der Streubomben Monitor 2014, der in Washington DC vorgestellt wurde. Der Monitor ist der jährliche Bericht über die weltweite Einhaltung der Oslo-Konvention, die ihren Vertragsstaaten Einsatz, Produktion, Lagerung und Export von Streubomben verbietet. Noch nie hat der Monitor in einem Berichtszeitraum eine so hohe Zahl von Opfern für ein Land aufführen müssen wie 2013 für Syrien: Über 1.000 Menschen wurden dort durch Streubombeneinsätze oder Blindgänger dieser Waffen verletzt oder getötet. Streubombenopfer

Bad Kreuznacher Bahnhof endlich umgebaut

Lange haben behinderte Menschen in Bad Kreuznach darauf gewartet, nun ist er fertig. Die Rede ist vom umgebauten Bahnhof Bad Kreuznach, der nun mit Aufzügen, erhöhten Bahnsteigen und Leitsystemen für sehbehinderte und blinde Menschen versehen ist. Logo: Die Bahn

Bremer Aktionsplan auf der Zielgeraden

Mittlerweile sind 24 Sitzungen des Temporären Expertinnen- und Expertenkreises (TEEK) zur Erarbeitung des Entwurfs eines Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Bremen absolviert worden. In der letzten Sitzung am 31.07.2014 wurden die abschließenden Textentwürfe aufgerufen. Die letzte Sitzung findet am 1. Oktober 2014 statt, teilt der Landesbehindertenbeauftragte von Bremen Dr. Joachim Steinbrück mit. Dr. Joachim Steinbrück

Bilinguale Kindertagesstätte mit Gebärdensprache

Insgesamt 14 Monate wurde entworfen, geplant, umgebaut und eingerichtet. Auf 700 qm und über drei Geschosse ist eine neu gestaltete Kindertagesstätte (Kita) entstanden. Die Kindertagesstätte Sinneswandel Charlottenburg-Wilmersdorf ist nach Informationen des Paritätischen Berlin die erste Kita, in der durchgängig gesprochene deutsche Sprache und Deutsche Gebärdensprache (DGS) verwendet wird. Gebärdenalphabet

Köln 99ers laden zum Kick Off

Zum 12. internationalen Kick Off Turnier im Rollstuhl-Basketball erwarten die Köln 99ers in diesem Jahr Teams aus Deutschland, Frankreich, Luxemburg, den Niederlanden und erstmals ein palästinisches und ein israelisches Team. Ermöglicht wird den beiden Teams aus Nahost die Teilnahme durch die Stadt Bergisch Gladbach, die mit den jeweiligen Städten der Teams eine Städtepartnerschaft hat. Plakat des Kick Off Turniers 2014

Eiswasser hilft Forschung an der Charité

Eiswasser hilft Forschung an der Charité, berichtet heute die Berliner Zeitung über die Internet-Aktion "Ice Bucket Challenge" im Kampf gegen die Amyothrophe Lateralsklerose (ALS). Das Hauptstadt-Blatt zitiert den SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel in einem Youtube-Video, dass er sich zwar kein Eiswasser über den Kopf schütte, aber dafür der ALS-Ambulanz der Berliner Charité 1000 Euro spende. Er rief andere auf, gleiches zu tun. Sigmar Gabriel

Warum sich Ilja Seifert kein Eiswasser über den Kopf schüttet

Im Twitter- und Facebookzeitalter gibt es immer wieder Aktionen, die die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit erreichen. So auch die derzeit laufende Aktion, sich Eiswasser über den Kopf zu schütten und damit für die ALS-Forschung zu spenden. "Warum ich mir weder Eiswasser über den Kopf schütte noch für die ALS-Forschung spende" lautet ein Kommentar dazu von Ilja Seifert, den dieser den kobinet-nachrichten zur Verfügung gestellt hat. Ilja Seifert

Lücken bei politischer Beteiligung

Menschen mit Behinderung können sich in über 50 Prozent aller Kommunen in Nordrhein-Westfalen nicht politisch beteiligen. Das hat eine Studie der Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE NRW mit Sitz in Münster herausgefunden. Bunte Farben

Auch in NRW neue Schwerbehindertenausweise

Der Schwerbehindertenausweis kommt nun auch in Nordrhein-Westfalen ab September 2014 im neuen, handlichen Scheckkartenformat. "Wie der Führerschein und der Personalausweis wird jetzt auch der Schwerbehindertenausweis spürbar moderner und benutzerfreundlicher", sagte nordrhein-westfalens Sozialminister Guntram Schneider. Grafik zeigt neuen Schwerbehindertenausweis

SoVD kritisiert Banken

Wer im Monat wenig Einkommen erzielt oder bestimmte Sozialleistungen erhält, wird bei Geldinstituten häufig systematisch benachteiligt. Das ist Ergebnis einer Recherche des Sozialverbands Deutschland (SoVD) in Niedersachsen, bei der die rund 60 Beratungszentren, 43 Kreisverbände und Hunderte Ortsverbände des SoVD angeschrieben wurden. Vor allem in Braunschweig und Hannover sollten Geringverdiener bei der Eröffnung und Nutzung eines Girokontos genauer hinschauen. Adolf Bauer

Selbsthilfegruppenarbeit wirkt

Selbsthilfegruppenarbeit wirkt. Sie bedeutet für diejenigen, die in einer Selbsthilfegruppe (SHG) aktiv sind, psychosoziale Entlastung und Sicherheit, und sie verhilft zu einer hohen Tinnitus-bezogenen Gesundheitskompetenz. Dies ergab die Studie "Evaluation der Wirksamkeit von Selbsthilfegruppenarbeit in der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. (DTL)". Symbol für ein Ohr

Schwerbehindertenvertretungen in Betrieben stärken

Nach vier Jahren finden im Herbst turnusgemäß die Wahlen der Schwerbehindertenvertretungen in Betrieben und Unternehmen statt. Von Oktober bis Ende November können die Beschäftigten ihre Stimme für die Vertrauenspersonen abgeben. Gemeinsam mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund rufen die Beauftragten für Menschen mit Behinderungen der CDU/CSU-Fraktion, Uwe Schummer, und der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Kerstin Tack, zu den Wahlen auf und unterstützen den Aufruf des DGB. Wahlzettel

Mit Kopfhörer im Stadion

Seit Freitag rollt das Leder wieder in der Fußball-Bundesliga. Marcel Wienands ist Fan von Borussia Dortmung. In diesem Jahr war er Besucher des Supercups. Bereits letztes Jahr hat der 22-Jährige genau diese Partie im Stadion erlebt – damals noch sehend. Jetzt hörte er zum ersten Mal die Reportage für blinde Menschen im Stadion seiner Lieblingsmannschaft. Im Inklusionsblog der Aktion Mensch berichtet er über seine Erfahrungen. Kopfhörer

Blindenfußball-Liga in Gelsenkirchen

Am Wochenende fand in Gelsenkirchen der vierte und vorletzte Spieltag der diesjährigen Saison der Blindenfußball-Bundesliga statt. Bei wechselhaften Wetterbedingungen, mit teils starken und gewittrigen Regenfällen, boten sich den mehr als 500 Zuschauern interessante und heiß umkämpfte Spiele. Im Topspiel setzten sich die Sportfreunde Blau-Gelb Marburg mit 3:2 gegen den VfB Gelsenkirchen durch. Die Entscheidung im Titelrennen fällt beim letzten Spieltag im September in Lübeck, berichtet heute die Sepp-Herberger-Stiftung. Blindenfußball-Bundesliga seit 2008 etabliert

Erste Entlastung für Kommunen beschlossen

Im Zusammenhang mit dem Bundesteilhabegesetz und der Reform der Eingliederungshilfe wird vor allem immer wieder die notwendige Entlastung der Kommunen ins Feld geführt. Das Bundeskabinett hat am Mittwoch eine erste Entlastung der Kommunen beschlossen ohne dass dabei Verbesserungen für behinderte Menschen verbunden sind. 100 Euro Schein

Verpasste Chance für mehr Barrierefreiheit in Sachsen

Der Sozialverband VdK Sachsen bedauert, dass im neuen Sächsischen E-Government-Gesetz die Forderungen nach einer verbindlichen Barrierefreiheit in der elektronischen Kommunikation nicht umfassend festgeschrieben wurden. Trotz intensiver Beratungen, unter anderem durch den Beauftragten der Sächsischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen und durch den Landesbeirat für die Belange von Menschen mit Behinderungen, wurde auf eine konkrete Formulierung verzichtet. Daumen runter

Diese Nachrichten stellt freundlicherweise Kobinet zur Verfügung.
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