94259 Kirchberg im Wald


Frau Anja Korsinek hat mir über Ihren Urlaub in Kirchberg bei Familie Berger, einen unterhaltsamen Reisebericht mit Bildern übermittelt. Vielen Herzlichen Dank dafür!

Frau Korsinek schildert darin ganz ausführlich ihre Unternehmungen während dieser Urlaubswoche im Bayerischen Wald. Ganz begeistert hat sie sich auch mir gegenüber über die schöne Ferienwohnung Rose von Familie Berger geäußert und dass diese Wohnung für Gäste im Rollstuhl wirklich ein Traum sei!

Reisetermin: 25.07.2009 bis 01.08.2009

Reisebericht wurde in Original übernommen
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Vorbei gehts immer viel zu schnell..

Zurückgelegt haben wir insgesamt 2200 km. Ja, wir kennen jetzt die Region fast in und auswendig, dem Navi liebevoll "Ulla" genannt sei dank. Jedenfalls schlichen wir trotz fremden Kennzeichen nicht die Berge rauf und runter ;-) wie manch anderer Touri.
Die Ferienwohnung „Rose“ war genau so, wie sie auf der Homepage von Familie Berger und bei www.rollstuhl-urlaub.de beschrieben ist. Einfach nur ein Traum! Egal was war, Herr und Frau Berger waren immer zur Stelle wenn man was auf dem Herzen hatte. Sie gaben Ausflugstipps und es gab jeden Morgen eine Zeitung mit Empfehlungen für den Tag.

Ok, das Wetter kann man nicht bestellen, aber wir hatten Glück. Liegt vielleicht daran "wenn Engel reisen". Es regnete lediglich an einem Vormittag. Sonst wären wir wohl nie ins Glasmuseum nach Frauenau gekommen.

Aber nun von vorn. Wo waren wir überall...

Am Samstag, 25.07.2009 fuhren wir abgesehen von ein paar Stockungen nach Kirchberg im Wald.

Am Sonntag bestückten wir „Ulla“ mit einer schönen Route bis hinter Passau. Dann gings los. Alles über Landstraßen, immer schön bergauf und bergab. Und Kurven haben die da. Dann waren wir irgendwann an der Donau. Sind in Obernzell mal kurz aus dem Auto gestiegen, sind einmal um die Kirche und entlang an der Donau spaziert. Die Sonne heizte uns ein.

Ursprünglich wollten wir nach Passau weiter, aber entschieden dann kurzerhand um und bogen nach Thyrnau ab. Dort kehrten wir kurz in einem Gasthof mitten auf dem Marktplatz ein. Eigentlich wollten wir noch eine Verschnaufpause am Dreiburgensee machen, aber aus Mangel an Parkplätzen entschieden wir uns um und fuhren weiter bis nach Lalling in den Feng-Shui-Park (www.lalling.de/?site=41). Abends in einen Gasthof lecker Essen.

Montag: Wir starteten mit einer Fahrt hoch zum Großen Arber, Aktivrollis können in den Gondeln mitgenommen werden. An der Bergstation kann man nicht viel machen, da die Wege recht uneben und steinig/großkieselig sind (aber an der Bergstation und an der Talstation gibt’s ein Rolli-WC), danach über den kleinen Arbersee nach Bodenmais – wir waren bei Joska einem großen Glashersteller (www.joska.com). Weit und breit kein Rolli-WC, Zwiesel (Schott/ZeissGlas www.schott-zwiesel.com) hier gab’s dann eines.

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Fahrt zum Großen Arber; Glaskunst ist im Bayerischen Wals überall zu Hause

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Dienstag: Das Wetter sollte erst ab Mittag schön werden. So ging’s nach Frauenau ins Glasmuseum. Das Museum ist komplett rollifreundlich (www.glasmuseum-frauenau.de). Wir verwirrten den Herrn an der Museumskasse so, dass wir gratis rein durften.

Danach ging’s nach Viechtach eigentlich ins Kristallmuseum (war dann aber im 1. Stock ohne Lift) und so als Alternative in die Gläserne Scheune (www.glaeserne-scheune.de), keine Eintrittsermäßigungen. Abends dann Besuch eines tollen Italieners in Zwiesel "La Vita". Wie die Toiletten sind haben wir nicht geschaut, aber das Restaurant ist im Biergarten und im Gastraum Rolli tauglich. Auf der Homeepage der Stadt Zwiesel gibt es einen eigenen Menuepunkt „Menschen mit Einschränkungen“ der über die Einrichtungen der Stadt informiert (www.zwiesel-tourismus.de/zwiesel-rollstuhlfahrer.php).

Mittwoch: Fahrt nach Regensburg. Geparkt haben wir fast im Zentrum. Dort dann Stadtrundgang, leider ohne Dombesichtigung da Bauarbeiten (was uns noch mehrmals passierte), danach ging’s über den Regensburger Ikea (Angebotsvergleich zum Ikea in Ba-Wü) nach Straubing (Stadtbesichtigung und Kirche mit Rollirampe - auch wieder mit Gerüsten versehen) bis hin nach Plattling. Dort gabs ganz leckeres Essen im Preysinghof. Das Gasthaus ist zwar nicht rollifreundlich aber der Biergarten. Und das Essen wird frisch zubereitet.

Straubing, Regensurger Dom, Steinerne Brücke


Waldwipfelweg

Donnerstag: Wir fuhren nach Bay. Eisenstein. Sahen den historischen Grenzbahnhof und da dort irgendwie der Hund begraben war, ging’s weiter über Zwiesel, kurzer Zwischenstopp zu Mittag in der Glasmacherstube (auf dem Schottgelände, komplett rollstuhltauglich - www.glasmacherstube.de), nach St. Englmar auf den Waldwipfelweg (www.waldwipfelweg.de). Auch hier gibt’s ein Rolli-WC. Keine separaten Behindertenparkplätze, Schotter auf dem Parkplatz. Waldwege sind nicht asphaltiert. Der Waldwipfelweg ist aber auch für Rollstuhlfahrer geeignet, da die Steigung oder das Gefälle nur 4 Prozent beträgt. Anschließend fuhren wir noch nach Arnbruck ins Glasdorf. So viel Glas überall. Schöne Sachen. Für jeden Geldbeutel ist was dabei www.weinfurther.de.

Der gläserne Wald

Freitag: Wir fuhren nach Passau. Nach der erfolglosen Dombesichtigung, da Bauarbeiten, ging’s runter ans Donauufer bis zur Inn-Mündung in die Donau, danach fuhren wir über die Landstraße bis Deggendorf. In Deggendorf haben wir uns den Brunnen der Knödelwerferin angesehen und den Markt und da wir schon einmal da waren, gab es gleich noch ein leckeres Abendessen in Deggendorf (www.hoettl.de), Rolli-WC vorhanden. Anschließend ging’s noch nach Regen in den Gläsernen Wald. Der Wald hat ca. 25 Glasbäume und liegt am Hang. Die Wege sind Schotter und Wiese (www.glaeserner-wald.de).

Der "Gläserne Wald"; überall leckeres Essen...


Schön war es im Bayerischen Wald. Aber wie immer viel zu kurz. Gesehen haben wir viel, und dann das Essen. Ja wir erwähnen es extra noch mal separat, es war einfach nur herzhaft lecker. :)

Die Behindertenparkplätze haben eine andere Beschilderung als Normal. Also kein großes Rollipiktogramm, sondern ein Text und der Blaue Parkausweis. Man muss also wissen wo nach man schauen muss.

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Liebe Grüße aus Sinzheim
Anja Korsinek


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